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Erfahrungen mit der Steuerfachschule Dr. Endriss

Heute möchte ich dir meine Erfahrungen mit der Steuerfachschule Dr. Endriss schildern.

Es ist mittlerweile einige Zeit her, dass ich an einem Bilanzbuchhalter-Lehrgang der Steuerfachschule Dr. Endriss teilgenommen habe.

Doch heute ist die Zeit gekommen darüber zu schreiben, was ich von der Bilanzbuchhalter-Ausbildung dort halte und ob ich diese weiter empfehlen kann.

Die Entscheidung für eine Ausbildung wird gefällt

Ich habe mehrere Jahre als normaler Finanzbuchhalter gearbeitet.

Ein Kollege verfügte bereits über einen Bilanzbuchhalter-Abschluss. Ich fand das immer ziemlich cool über so viel Know-how zu verfügen und auch anspruchsvollere Aufgaben übernehmen zu können. Aus diesem Grund wollte ich auch Bilanzbuchhalter werden.

Da mein Kollege eine Ausbildung über zwei Jahre absolviert hatte, dachte ich auch, dass das eine gute Idee wäre. Zweimal wöchentlich nach Feierabend sollte es sein.

Okay, der Plan war also gefasst. Nun brauchte ich nur noch ein gutes Ausbildungsinstitut. Ich habe mich dann für ein bekanntes Institut entschieden, welches eine Bilanzbuchhalter-Ausbildung über zwei Jahre anbot. Zweimal nach Feierabend bin ich dann dort hingefahren und habe den Ausführungen der Dozenten gelauscht.

Doch leider hatte ich direkt von Anfang an ein schlechtes Gefühl.

Der Wechsel zur Steuerfachschule Dr. Endriss

Das lag zum einen daran, dass man nicht wirklich gute Ausbildungsmaterialien bekommen hat. Ein paar Kopien aktueller Aufgaben waren alles. So konnte man sich nicht wirklich vorbereiten oder Inhalte nachbereiten.

Doch genauso schlecht waren die Dozenten.

Die Dozenten waren scheinbar dort schon seit Jahren und palaverten den Unterrichtsstoff einfach so herunter. Ohne Emotion und Hingabe.

Und das nach Feierabend.

Ich saß jedes Mal da und musste damit kämpfen nicht einzuschlafen. Es war wirklich furchtbar. Meine Motivation war schon nach kurzer Zeit dahin. So eine schlechte Ausbildung hatte ich selten erlebt.

Es gab nur einen Weg. Ich musste versuchen aus dem Ausbildungsvertrag rauszukommen.

Und wurde zu Beginn zugesichert, dass wir das problemlos könnten, wenn wir uns im Laufe der Zeit anders entscheiden würden. Leider hatten wir darüber aber nichts schriftlich.

Einer der Teilnehmer zog die Reißleine und kam nach kurzer Zeit nicht wieder. Der hatte es aber schlauer gemacht und sich als einziger das schriftlich zu Beginn bestätigen lassen. Hätte ich das doch nur auch gemacht, dachte ich mir.

Die anderen überlegten auch abzubrechen. Keiner war wirklich zufrieden. Alle waren enttäuscht.

Doch ich hatte Glück. Ich bezog mich auf die Zusage und nach Rücksprache, konnte ich den Vertrag beenden. Ich weiß nicht, ob die anderen es dann auch versucht haben, aber ich war froh draußen zu sein.

Nun war der Weg für eine Ausbildung zum Bilanzbuchhalter bei der Steuerfachschule Dr. Endriss frei.

Zweifel an der Ausbildung zum Bilanzbuchhalter bei Endriss

Ich entschied mich für einen einjährigen Samstagslehrgang bei der Steuerfachschule Dr. Endriss. An insgesamt 29 Samstagen im Abstand von zwei Wochen, sollte einem alles beigebracht werden, um die Bilanzbuchhalter-Prüfung bei der IHK erfolgreich abzuschließen.

Doch konnte das klappen?

Immerhin war das ein viel kürzerer Zeitraum. Nur ein Jahr, statt zwei Jahren. Und auch nur alle zwei Wochen.

Zudem sind es bei der Steuerfachschule Dr. Endriss viel größere Gruppen. Bei dem ersten Institut waren wir ca. zehn Leute. Bei der Endriss hingegen waren es bestimmt 30 Teilnehmer, wenn nicht sogar mehr.

Und ich wusste, dass man verdammt viel lernen musste. Einige Fächer waren jedoch nur auf einen Samstag begrenzt. Wie sollte das klappen, dass man das gesamte Wissen zu diesem Fach an einem Samstag erlernen sollte?

Aufgrund vieler positiver Erfahrungsberichte, hab ich mich dann aber doch für die Bilanzbuchhalter-Ausbildung bei Endriss entschieden.

Mein Fazit nach 29 Samstagen Ausbildung bei der Steuerfachschule Dr. Endriss

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich von Anfang an direkt positiv überrascht war.

Zu Beginn hat jeder Teilnehmer ein Buch über die Prüfung der Bilanzbuchhalter bekommen. Das hat schon mal einen sehr guten Eindruck gemacht. Man freut sich doch immer, wenn man was schönes bekommt, wenn man schon so viel Geld investiert 🙂

Und auch die Dozenten kamen direkt aus der Praxis und wussten wovon sie reden.

Auch wie der Stoff vermittelt wurde, war sehr ansprechend. Es hat richtig Spaß gemacht den Dozenten zuzuhören.

Und in jedem Fach hat man aktuelle und sehr ausführliche Unterrichtsmaterialien bekommen. Alle Unterlagen war sehr verständlich und gut ausgearbeitet. Nach meinem negativen Erfahrungen mit der ersten Bildungseinrichtung muss ich hier wirklich meinen Hut vor der guten Arbeit der Steuerfachschule Dr. Endriss ziehen. Genauso sollte es sein und nicht anders!

Insgesamt hatte ich nach meinem Jahr mehrere Leitz-Ordner mit gut ausgearbeiteten Materialien. Darunter auch viele Übungsaufgaben mit Lösungen. Anhand dieser konnte ich mich sehr gut vorbereiten.

Aber auch schon während des Besuchs hat man viel gelernt. Insgesamt bin ich also nach wie vor sehr begeistert von der Steuerfachschule Dr. Endriss und kann nur positives berichten. Wer also eine Bilanzbuchhalter-Ausbildung machen will, sollte diese auf jeden Fall in die engere Wahl ziehen.

PS: Empfehlenswert ist es den Kurs bei Endriss komplett online zu machen. Man hat dadurch einige Vorteile. Ich wünschte, es hätte diese Möglichkeit schon zu meiner Zeit gegeben. Wer mehr darüber und über die Vorteile erfahren will, findet hier alles zu diesem Bilanzbuchhalter-Kurs.

Wie sind eure Erfahrungen?

Wie sind eure Erfahrungen mit der Bilanzbuchhalter-Ausbildung bei der Steuerfachschule Dr. Endriss? Habt ihr auch so positive Erfahrungen machen können oder eher nicht? Schreibt einen Kommentar und lasst es mich wissen!

Unterschied zwischen Finanzbuchhalter und Bilanzbuchhalter

Eine häufige Frage ist, was der Unterschied zwischen einem Finanzbuchhalter und einem Bilanzbuchhalter ist. Die Berufsbezeichnung Geprüfter Bilanzbuchhalter ist ein anerkannter Abschluss. Während sich jeder Finanzbuchhalter nennen darf, der irgendetwas mit Buchhaltung zu tun hat, ist der Begriff Geprüfter Bilanzbuchhalter geschützt. Die Bilanzbuchhalter-Ausbildung genießt in der Wirtschaft ein sehr hohes Ansehen.

Um sich als Bilanzbuchhalter titulieren zu dürfen, muss man eine Prüfung ablegen. Dies ist in der Regel bei der zuständigen IHK. Wer die Prüfung bei der IHK bestanden hat, darf sich dann Geprüfter Bilanzbuchhalter (IHK) nennen. Der Abschluss ist gleichwertig mit einem Meister-Abschluss.

Die Ausbildung zum Bilanzbuchhalter ist sehr umfangreich. Man muss sehr viel lernen und verstehen. Daher ist sehr empfehlenswert einen guten Bilanzbuchhalter-Kurs zu belegen. Mit einer guten Ausbildung steigert man seine Chancen enorm und kann so später auch mit einem guten Bilanzbuchhalter-Gehalt rechnen.

Was sind die Aufgaben eines Finanzbuchhalters?

Ein Finanzbuchhalter ist ein normaler Buchhalter. Weder die Berufsbezeichnung Buchhalter als auch Finanzbuchhalter sind geschützt. Das heißt jeder kann in diesem Beruf arbeiten. In Deutschland haben Buchhalter üblicherweise eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Das kann beispielsweise die Ausbildung als Bürokauffrau bzw. Bürokaufmann sein.

Der Finanzbuchhalter bucht laufende Geschäftsvorfälle. Hierzu zählen etwa das Buchen und Kontieren von Bank und Kasse. Zudem übernehmen Finanzbuchhalter häufig die Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung. Oft wird auch der Jahresabschluss vorbereitet. Je nach Spezialisierung kann dies auch auch nur ein bestimmter Bereich dieser Buchhaltungsaufgaben sein. In vielen Fällen verfassen Finanzbuchhalter auch die Steuererklärung.

Auch kann ein Finanzbuchhalter spezialisiert sein. So gibt es Buchhalter, die nur als Kreditorenbuchhalter, Debitorenbuchhalter oder Anlagenbuchhalter tätig sind.

Allerdings kennt der Finanzbuchhalter sich meist nicht mit HGB und Steuergesetzen aus. Viele Buchhalter haben lediglich die Grundlagen der ordentlichen Buchhaltung (GoB) in ihrer kaufmännischen Ausbildung erlernt. Weitreichende Führungsaufgaben und Entscheidungen können mit diesen Kenntnissen nicht getroffen werden. Hier muss dann häufig der Steuerberater gefragt werden.

Und was sind die Aufgaben des Bilanzbuchhalters?

Im Gegensatz dazu sind die Aufgaben des Bilanzbuchhalters weitreichender.

Ein Bilanzbuchhalter trifft vor allem Entscheidungen aufgrund aktueller Handels- und Steuergesetze. Er kennt sich mit diesen Gesetzen und den Richtlinien sehr gut aus und kann aufgrund dessen aufkommende Fragen beantworten.

Der Bilanzbuchhalter erstellt die Bilanz des Unternehmens. Je nach Unternehmen kann dies auf Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB), den International Financial Reporting Standards (IFRS) oder US-GAAP sein.

Ein Bilanzbuchhalter hat weitreichende Kenntnisse beim Erstellen eines Jahresabschlusses nach den verschiedenen Vorschriften. Das Wissen geht weit über das der normalen laufenden Buchhaltung hinaus.

Bilanzbuchhalter sind häufig Führungskräfte und zum Beispiel als Leitung der Buchhaltung tätig.

Kennst du weitere Unterschiede zwischen Finanzbuchhalter und Bilanzbuchhaltern?

Bilanzbuchhalter-Gehalt: Wie viel verdient ein Bilanzbuchhalter?

Wie hoch ist ein Bilanzbuchhalter-Gehalt? Wie viel kann man als Bilanzbuchhalter verdienen? Einer der Gründe warum man sich für eine Ausbildung zum Bilanzbuchhalter entscheidet, ist sicherlich das in Aussicht stehende wesentlich bessere Gehalt. Wie viel man letztendlich verdient, hängt aber auch von jedem selbst ab.

Um einen besseren Eindruck von den Gehaltsmöglichkeiten eines Bilanzbuchhalters zu bekommen, findest du auf dieser Seite einige Informationen.

Hinweis:
Beachten sollte man, dass diese Werte nur Durchschnittswerte sind. Das heißt es gibt auch Bilanzbuchhalter, die weniger verdienen und es gibt welche, die wesentlich mehr verdienen! Einfluss auf die Höhe des Bilanzbuchhalter-Gehalts haben zum Beispiel die Region innerhalb Deutschlands, die Größe und Branche des Unternehmens, Geschlecht und Alter, persönliche Fähigkeiten (Soft-Skills), aber auch der berufliche Background (z.B. zusätzliches Studium vorhanden).

Der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) hat im Jahr 2014 zusammen mit dem internationalen Personaldienstleister Hays AG eine Befragung von 2.893 Fach- und Führungskräften aus dem Finanz- und Rechnungswesen durchgeführt.

Demnach zeigt sich in der Buchhaltung (hierzu gehören nicht nur die Bilanzbuchhalter) ein deutlicher Trend nach oben, was die Gehälter angeht. Lag das durchschnittliche Einkommen im Jahr 2012 noch bei 48.010 Euro, so lag es im Jahr 2014 bereits bei 51.157 Euro. Dies entspricht einer Steigerung von durchschnittlich knapp 6 %.

Bilanzbuchhalter-Gehalt laut Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V.

Und hier nun die Gehälter der Bilanzbuchhalter der letzten Jahre aus der Erhebung des BVBC:

Jahr Gehalt
2007 55.700 Euro
2010 55.875 Euro
2012 54.183 Euro
2014 54.182 Euro

Das Bilanzbuchhalter-Gehalt lag im Jahr 2014 mit durchschnittlich 54.182 Euro auf einem hohen Niveau.

Wie ist das Einstiegsgehalt eines Bilanzbuchhalters?

Laut Absolventa kann das Einstiegsgehalt eines Bilanzbuchhalters zwischen 36.000 und 48.000 Euro liegen. Das entspricht einem monatlichen Bruttogehalt zwischen 3.000 Euro und 4.000 Euro. Nach acht Jahren kann das Gehalt eines Bilanzbuchhalters realistisch betracht zwischen 48.000 und 55.000 Euro im Jahr liegen. Langfristig sind Steigerungen bis zu 65.000 Euro möglich. Besonders begabte Bilanzbuchhalter können aber durchaus noch wesentlich mehr verdienen.

Entscheidend bei der Höhe des Gehalts sind auch das persönliche Verhandlungsgeschick, die Region in der man arbeitet, das Geschlecht, als auch die Unternehmensgröße. In großen Unternehmen hat man in der Regel viel bessere Gehaltschancen. Und wer in München arbeitet, kann wesentlich mehr verdienen als jemand, der in Berlin arbeitet, wie die folgende Auswertung zeigt.

Gehaltsstatistik 2015 Bilanzbuchhalter nach Bundesländern

Das Portal Gehalt.de hat am 16.01.2015 eine interessante Gehaltsstatistik veröffentlicht. In dieser Statistik kann man das Gehaltsgefälle zwischen den Bundesländern sehr schön sehen:

Bundesland Ø Gehalt
Hessen 55.979 Euro
Baden-Württemberg 54.256 Euro
Bayern 52.976 Euro
Hamburg 51.893 Euro
Nordrhein-Westfalen 50.859 Euro
Rheinland-Pfalz 49.480 Euro
Saarland 48.003 Euro
Bremen 48.003 Euro
Niedersachsen 46.477 Euro
Berlin 45.985 Euro
Schleswig-Holstein 45.689 Euro
Thüringen 38.993 Euro
Brandenburg 37.812 Euro
Sachsen 37.812 Euro
Sachsen-Anhalt 36.876 Euro
Mecklenburg-Vorpommern 35.892 Euro

Als Bilanzbuchhalter hat man also sehr gute Voraussetzungen ein gutes Gehalt zu verdienen. Und das wird sich auch Zukunft nicht ändern, denn qualifiziertes Personal wird auch in Zukunft benötigt und aufgrund der demografischen Entwicklung immer rarer.